Nationale Ausschreibung
4727F90301 - Prozedurale Anforderungen an Risikoentscheidungen im Atomrecht (PARAT)
„4727F90301 - Prozedurale Anforderungen an Risikoentscheidungen im Atomrecht (PARAT)“ ist eine nationale Ausschreibung in Berlin. Vergabeart: Öffentliche Ausschreibung, national bekannt gemacht (unterhalb der EU-Schwellenwerte). Angebote sind bis Mittwoch, 02.12.2026 einzureichen, in 31 Tagen. Leistung nach CPV: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung.
- Angebotsfrist
- 02.12.2026, noch 31 Tage
- Veröffentlicht
- 21.10.2026
- Vergabeart
- Öffentliche Ausschreibung
- Bekanntmachung
- national
- Leistungsart
- nicht angegeben
- Auftragswert
- nicht veröffentlicht
- Quelle, zuletzt geprüft
- Bekanntmachungsservice des Bundes, 31.10.2026
Vergabestelle und Unterlagen
Vergabestelle nur mit Zugang sichtbar
Zur OriginalbekanntmachungVergabeunterlagen auf der VergabeplattformKurz gesagt
Forschungsdienstleistung zur Untersuchung von Verfahrensvorgaben für behördliche Risikoentscheidungen im Atomrecht.
- Untersuchung von Entscheidungsprozessen bei atomrechtlichen Genehmigungen.
- Prüfung auf systematische Verzerrungen und Transparenzanforderungen.
- Ziel ist Klärung von Handlungsbedarf für Verfahrensvorgaben.
- Sensibilisierung für fehleranfällige Stellen im Genehmigungsverfahren.
- Förderung eines Dialogs zwischen verschiedenen Rechtsgebieten.
Zusammenfassung aus dem Text der Bekanntmachung erstellt und automatisch gegen ihn geprüft; maßgeblich ist der Originaltext.
Leistungsbeschreibung
Dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) obliegt im Genehmigungsverfahren die Beurteilung der nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderlichen Schadensvorsorge (§6 Abs. 2 Nr. 2 AtG). Bei der Ausfüllung ihres Beurteilungsspielraums trägt es die Verantwortung für die Risikoermittlung und -bewertung (Risikovorsorge). Dabei kann das BASE teils auf untergesetzliche Standardisierungen in Form des kerntechnischen Regelwerks zurückgreifen. Im Übrigen ist es Aufgabe des BASE, die Grenze zum hinnehmbaren Restrisiko anhand des Maßstabs praktischer Vernunft selbst zu bestimmen. Der Gesetzgeber macht hier vergleichsweise wenige Vorgaben. Soweit Bewertungskriterien fehlen, muss das BASE diesen Maßstab konkretisieren und für das Genehmigungsverfahren operationalisieren. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen, insbesondere des derzeit nicht abschließend bestimmbaren Zeitraums für die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle, gewinnen Fragen der Risikovorsorge zusätzlich an Bedeutung. Die damit einhergehenden Unsicherheiten könnten erhöhte Anforderungen an die Transparenz und Nachvollziehbarkeit behördlicher Risikoentscheidungen begründen. Zugleich ist in der Forschung gut belegt, dass menschliche Entscheidungsfindung anfällig für systematische Verzerrungen ist, etwa durch die Nutzung von Heuristiken oder durch gruppendynamische Effekte. Diese Erkenntnisse werfen die Frage auf, inwiefern auch behördliche Entscheidungsprozesse, trotz institutioneller Einbettung und fachlicher Expertise, entsprechenden Einflüssen unterliegen können und ob hieraus spezifische Anforderungen an die Ausgestaltung von Verwaltungsverfahren folgen. Ziel dieses Vorhabens ist es, zu klären, ob ein Handlungsbedarf zur Festlegung oder Präzisierung von Verfahrensvorgaben für behördliche Risikoentscheidungen im Atomrecht besteht. Außerdem sollen die Ergebnisse des Vorhabens dafür sensibilisieren, an welchen Stellen des atomrechtlichen Genehmigungsverfahrens menschliche Entscheidungsfindung besonders fehleranfällig ist. Es soll ein gewinnbringender Dialog zwischen verschiedenen Rechtsgebieten zu diesen Fragestellungen angestoßen werden.
Zeitplan
| Veröffentlichung | Mittwoch, 21.10.2026 |
|---|---|
| Angebotsfrist | Mittwoch, 02.12.2026, 08:00 Uhr |
Vertrag und Verfahren
| Sicherheitsleistung | nicht verlangt |
|---|---|
| Rechtsgrundlage | nationales Vergaberecht (VOB/A, UVgO oder VOL/A) |
Leistung nach CPV
- 73000000 Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Einordnung
- Ein Auftragswert ist nicht veröffentlicht, wie bei rund 97 Prozent der offenen Bekanntmachungen.
- Mit Erfüllungsort Berlin sind derzeit 489 Ausschreibungen offen.
- Bundesweit sind 34 Ausschreibungen derselben CPV-Gruppe offen (73000…, Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung).
- Die Frist fällt in Kalenderwoche 49.
Marktdaten
| Bereich | offen | neu in 7 Tagen | Fristende in 7 Tagen |
|---|---|---|---|
| Berlin, alle Gewerke | 557 | 153 | 137 |
Stand 01.11.2026, gezählt nach Abzug der Dubletten. Mehr im Vergabe-Index.
Vor der Abgabe prüfen
- Leistungsverzeichnis und Vertragsbedingungen aus den Vergabeunterlagen Punkt für Punkt prüfen. Mehr
- Abgabe bis 02.12.2026, 08:00 Uhr einplanen; die meisten Plattformen nehmen nur elektronische Angebote an. Mehr
- Wer präqualifiziert ist, spart Einzelnachweise; den Eintrag im PQ-Verzeichnis prüfen. Mehr
- Fragen zu den Unterlagen über die Plattform stellen, solange die Frist es erlaubt; Fehler im Verfahren sofort rügen. Mehr
Kurz beantwortet
Wie viel Zeit bleibt für das Angebot?
Bis Mittwoch, 02.12.2026, also noch 31 Tage. Die genaue Uhrzeit und den Abgabeweg nennt die Originalbekanntmachung; maßgeblich ist immer sie.
Wie hoch ist der Auftragswert?
Die Bekanntmachung nennt keinen Auftragswert. Das ist der Normalfall: nur rund 3 Prozent der offenen Ausschreibungen veröffentlichen einen. Den Umfang zeigt das Leistungsverzeichnis in den Vergabeunterlagen.
Wo liegt der Erfüllungsort?
Erfüllungsort ist Berlin. Für die Bewertung zählt dieser Ort, nicht der Sitz der Vergabestelle.
Was genau wird beschafft?
Nach dem CPV-Code: Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung.
Warum ist die Ausschreibung nicht EU-weit?
Der geschätzte Auftragswert liegt unterhalb der EU-Schwellenwerte. Dann genügt die nationale Bekanntmachung, und es gilt das deutsche Vergaberecht für den Unterschwellenbereich.
Wo gibt es die Vergabeunterlagen?
Die Bekanntmachung verlinkt die Vergabeplattform, auf der die Unterlagen liegen. Lesen geht meist ohne Konto, abgeben nur nach Registrierung auf der Plattform.
Vergleichbare Aufträge: wer den Zuschlag bekam
| Veröffentlicht | Auftrag | Zuschlag an | Wert |
|---|---|---|---|
| 28.10.2026 | Wissenschaftliche Unterstützung bei der regionalen Zusammenarbeit beim Ausbau von Offshore-Windenergie in der | Guidehouse Germany GmbH | 1.680.600 Euro |
| 27.10.2026 | F&E in der Studie - Additiv gefertigte Hochtemperatur-Komponenten für Nachbrennersysteme in Turbojettriebwerke | ING3D GmbH | – |
| 27.10.2026 | Evaluierung der BesAR | Prognos AG | 167.525 Euro |
| 26.10.2026 | Umrüstung BPS M7 | Giesecke+Devrient Currency Technology GmbH | – |
| 23.10.2026 | Fortschrittsberichte 2025 und 2027 zum integrierten nationalen Energie- und Klimaplan (NECP); Fortschreibung d | Prognos AG | 713.691 Euro |
Zuschlagsbekanntmachungen auf TED, gleiche CPV-Gruppe (73000…). Alle Zuschläge
Rechtsrahmen
(1) Dieser Teil gilt für die Vergabe von öffentlichen Aufträgen und Konzessionen sowie die Ausrichtung von Wettbewerben, deren geschätzter Auftrags- oder Vertragswert ohne Umsatzsteuer die jeweils festgelegten Schwellenwerte erreicht oder überschreitet. § 114 Absatz 2 bleibt unberührt.
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Wissen zum Verfahren
- Verfahrensarten unterhalb der Schwelle
- Vergabeunterlagen lesen
- Eignung nachweisen
- Angebotsfristen
- An einer Ausschreibung teilnehmen
Quellen
- Bekanntmachung: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), abgerufen am 31.10.2026
- Leistungsbezeichnungen: CPV 2008, Verordnung (EG) Nr. 213/2008, deutsche Fassung
- GWB § 106: gesetze-im-internet.de
- Marktzahlen: Vergabe-Index, eigene Auswertung aller offenen Bekanntmachungen
Zitieren: „4727F90301 - Prozedurale Anforderungen an Risikoentscheidungen im Atomrecht (PARAT)“, Ausschreibung, Neurobird Ausschreibungen, https://neurobird.com/de/ausschreibungen/bekanntmachung/4727f90301-prozedurale-anforderungen-an-risikoentscheidungen-im-o00fea335b6bc, Stand 01.11.2026. Alle Angaben ohne Gewähr, maßgeblich ist die Originalbekanntmachung.